The Horde

Ok, Deckel vom Mixer auf. Dann hinein: Rambo, Texas Chainsaw Massacre, The Hills Have Eyes, Predator, No One Lives, Deliverance, Dying Breed, alle Wrong Turn Teile. Nun einschalten. Heraus kommt The Horde (nicht zu verwechseln mit dem französischen Film gleichen Namens).

Lehrerin Selina unternimmt mit einigen Studenten einen Ausflug aufs Land, um Naturfotos zu machen. Ihr Freund John, ein Ex-Marine, fungiert dabei als Begleiter und Führer. In den Wäldern versteckt lauern natürlich degenerierte, deformierte Irre mit Appetit auf Frischfleisch. Angeführt wird die Truppe von Costas Mandylor (Saw 3 – 7) und Vernon Wells (Mad Max II, Commando). Als Komplize ist noch Bill Moseley (The Devil’s Rejects) mit dabei. Und in einer, völlig sinnfreien, Rolle schaut auch Don „The Dragon“ Wilson vorbei. Nach 35 Minuten Müßiggang folgt der obligatorische Lagerfeuer-Überall auf die Studenten mit anschließender Verschleppung, Vergewaltigung und Fleischverarbeitung. John schaltet in den Einzelkämpfer-Modus und nimmt sich die Horde Mann für Mann vor.

The Horde sieht aus, und benimmt sich, wie die Asylum-Version eines Action-Backwoods-Horror-Vehikels. Welch Ironie, daß Regisseur Jared Cohn tatsächlich aus der Asylum-Schmiede kommt. Paul Logan gibt den Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Mit-Produzent in Personalunion. Daß die Handlung ganz dolle originell ist, beweist schon die Einleitung zu diesem Text. Und spannend ist das Ganze wie eingeschlafene Füße. Die Gore-Effekte sind hier und da mal praktischer Natur, aber ein paar schlechte CGI-Momente sind auch dabei. Aufgrund der Preisklasse C bleiben größere Action-Set-Pieces außen vor. Hinzu kommen noch ein paar technische Unzulänglichkeiten. Da wird zum Beispiel auf der Ladefläche eines fahrenden Pick-up Trucks gekämpft. Die Kamera täuscht Rasanz und Dynamik vor, aber in der Totalen sieht man deutlich, daß der Wagen gerade mal mit Schrittgeschwindigkeit gefahren wird.

[amazon_link asins=’B01NBKT5HU‘ template=’ProductAdRight‘ store=’nischenkino-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’11b1b6ee-ed73-11e6-83dc-7bd2ec3a71ec‘]Man kann dem Film lediglich zugutehalten, daß er eine gesunde Portion Konsequenz an den Tag legt (vergleichbar den frühen Steven Seagal Filmen). In den Kämpfen wird nicht lange gefackelt oder Sprüche geklopft, Knochen knacken und wer getroffen wurde, bleibt liegen. Also, insgesamt nichts Neues im Hinterwald. Kann man sich eigentlich sparen. 3/10

Andrew Woo

"You don't butt in line! You don't sell drugs! You don't molest little children! You don't profit off the misery of others! The rules were set a long time ago! They don't change!"

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