Die Schlacht der Centurions / I guerrieri dell’anno 2072 / Warriors of the Year 2072

Wir schreiben das Jahr 2072. Im italienischen Rom plant der skrupellose CEO eines Fernsehsenders eine moderne Serie von Gladiatorenspielen für hohe Einschaltquoten zu inszenieren, während einer der „Teilnehmer“ von einer Verschwörung hinter den Kulissen erfährt.

Wie viele seiner italienischen Kollegen war Regisseur Luci Fulci ein Tausendsassa, der während seiner gesamten Karriere in verschiedenen Genres tätig war. Fulci wurde für seinen Beitrag zum Horrorkino weltweit gefeiert und zeichnete sich durch Brillanz in Genres wie Western, giallo, heroische Fantasy, Abenteuer, poliziottesco und Komödie aus. Die Science-Fiction-Karte spielte er 1984 mit Die Schlacht der Centurions. Mit äußerst bescheidenem Budget versuchte der Streifen in die Fußstapfen berühmter Filme wie Rollerball (1975) oder Le prix du danger (Kopfjagd – Preis der Angst, 1983) zu treten.

Rom, 2072 (oder je nach Land und Veröffentlichung: 2001, 2033 oder 2079). Überall herrscht Gewalt vor. Fernsehsender konkurrieren darum, die grausamsten Programme anzubieten. Einen von diesen Sendern stellt WBS dar, der sich sehr bewusst ist, dass die Zuschauer immer verrücktere sowie ausgefallenere Shows sehen wollen und deswegen beschließt ein neues Programm zu starten, das auf den Zirkusspielen aus dem alten Rom basiert. Der CEO des Senders hat keine Skrupel Drakes Frau zu töten und Drake (der Held der Spiel-Show „Motorcycles of Death“) selbst dafür verantwortlich zu machen. Auf diese Art und Weise ist der Sender in der Lage, ihn, den neuen Star der Gladiatorenspiele, zu kontrollieren.

Drake wird mit einem zusammengewürfelten Haufen von Degenerierten ins Gefängnis geworfen, unter denen Liebhaber von B-Movies mit Leichtigkeit einige berühmte Gesichter des Genres erkennen werden: Fred Williamson, Howard Ross, Hal Yamanouchi und Al Cliver, um nur einige zu nennen. In der ersten Stunde konzentriert sich der Film auf die Vorgänge hinter den Kulissen von WBS, der von einem verdrehten Supercomputer gesteuert zu werden scheint (was an 2001 – A Space Odyssey’s HAL erinnert). Die schwarz gekleideten Wachen stehen unter dem Kommando eines Nazi-ähnlichen Offiziers (Howard Ross).

Mit nur einer Handvoll von Miniaturmodellen und Sets von fragwürdiger futuristischer Qualität versucht Lucio Fulci, sozusagen, eine gute Show zu inszenieren, indem er sich auf grelle Lichter, Laser und magnetische Türen verlässt, die jeden töten, der versucht zu entkommen. Ohne das niedrige Budget auch nur im Entferntesten zu verbergen, vermögen es diese Requisiten dennoch den Science-Fiction-Aspekt des Films zu betonen. Die letzte halbe Stunde des Films besteht aus einem futuristischen Turnier, das in einem renovierten Kolosseum stattfindet und bei dem Gladiatoren Custom-Bikes fahren, die aus den Sets von Mad Max 2 oder The Riffs – Die Gewalt sind wir gestohlen worden zu sein scheinen. Allerdings fällt es einem schon recht schwer, sich von dem, was man auf dem Bildschirm zu sehen bekommt, mitreißen zu lassen … aber egal, denn I guerrieri dell’anno 2072 repräsentiert in erster Linie (oder möchte es zumindest) einen ungnädigen Angriff auf die Macht der Medien und der Allgegenwart des Fernsehens in unseren Leben. Letztendlich muss Die Schlacht der Centurions jedoch leider zu Lucio Fulcis schwächeren Streifen gezählt werden.

Lucio Fulci entered the ‘80s Italian Sci-Fi arena armed with full-throttle visuals, hard chrome nihilism and mad blasts of il maestro’s signature grisly mayhem: In a future dominated by ultra-violent TV entertainment, the top-rated global sport Kill-Bike drafts two condemned gladiators – Jared Martin of DALLAS and Fred Williamson of THE INGLORIOUS BASTARDS – for a ‘Battle Of The Damned’ in the Roman Coliseum. Howard Ross (NEW YORK RIPPER), Al Cliver (ENDGAME) and Donald O’Brien (DR. BUTCHER M.D.) co-star in this “wheelie-poppin’ good time” (Comeuppance Reviews) from a script co-written by Fulci, Dardano Sacchetti (THE BEYOND) & Elisa Briganti (ZOMBIE) and featuring a pounding synth score by two-time Oscar® nominee Riz Ortolani, now scanned in 4K from an IP print for the first time in America. (Severin Films)

2072 Les Mercenaires du futur (1984) Titre original : I guerrieri dell’anno 2072. réalisé par Lucio Fulci Avec Jared Martin (Westworld, Aenigma), Fred Williamson (Le Chevalier du monde perdu, Les Guerriers du Bronx, Les Nouveaux barbares), Al Cliver (Le Gladiateur du futur, 2020 Texas Gladiators), Howard Ross (L’Eventreur de New York) Scénario de Dardano Sachetti (Frayeurs, L’Au-delà, Inferno, La Maison près du cimetière, L’Enfer des zombies, Les Exterminateurs de l’an 3000, Les Guerriers du Bronx 1 & 2…) Bienvenue en l’an 2072, dans une société fascinée par la violence. Pour divertir les peuples, la Rome du futur a réimaginé les jeux du cirque. Elle convoque désormais ses gladiateurs dans l’arène médiatique et contemple ces mercenaires des temps nouveaux à travers l’œil froid des caméras de télévision. Entre fresque post-apocalyptique et récit dystopique, à mi-chemin entre Mad Max et Le Prix du danger, 2072 Les Mercenaires du futur permet au poète de l’horreur, l’immense réalisateur italien Lucio Fulci (Frayeurs, L’Au Delà, La Maison près du cimetière…) d’accrocher une corde de plus à son arc et un genre de plus à sa filmographie. Futurisme clinquant, costumes kitschissimes et critique sociétale y font bon ménage. 2072 Les Mercenaires du futur est autrement dit une œuvre à réévaluer d’urgence. (Pulse Video)

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  • Aspect ratio: 1.85:1
  • Audio: English Mono
  • Closed Captions: English SDH
  • Region A

Special Features:

  • The Fulci Tapes: Conversations Between Lucio Fulci and Michele Romagnoli
  • Unloved: Interview With Screenwriter Dardano Sacchetti
  • The Nicest Villain: Interview With Raven’ Howard Ross
  • The Good-Hearted Gladiator: Interview With Actor Al Cliver
  • My Father, The Hero: Interview With Antonella Fulci
  • Photographing the Future: Interview With Cinematographer Giuseppe Pinori
  • Four Times Lucio: Interview With Actress Cinzia Monreale
  • Audio Commentary With Mondo Digital’s Nathaniel Thompson and Troy Howarth, Author Of Splintered Visions – Lucio Fulci & His Films
  • Trailer
  • Bonus: CD Soundtrack
  • Reversible Artwork

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  • Englische / französische Fassung / Untertitel
  • Interview mit dem Drehbuchautor Dardano Sachetti (2020)
  • Interview mit dem Schauspieler Howard Ross (2020)
  • Interview mit dem Schauspieler Al Cliver (2020)
  • Interview mit Antonella Fulci (2020)
  • Französischer Trailer in 4K digitalisiert
  • Fulcirama: eine Auswahl an HD-Filmen von Lucio Fulci

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Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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